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Dienstleistung IFAS 2026

Gesundheitliche Vorausplanung: Selbstbestimmung vulnerabler Menschen stärken

Die Vorsorge für den Ernstfall ist komplex. Oft fehlen aussagekräftige Dokumente, was Angehörige und Fachpersonen vor Herausforderungen stellt. Erfahren Sie, wie die Gesundheitliche Vorausplanung (GVP) Selbstbestimmung sichert und Handlungssicherheit schafft.

Schulungszentrum Gesundheit
Halle 3 / B10

Vielfach existieren Patient*innenverfügungen nicht oder sie sind nicht auffindbar. Auch kommt es vor, dass sie zu wenig aussagekräftig und daher bei eintretenden Notfallsituationen nicht anwendbar sind. Solche Ausgangslagen sind sowohl für Betroffene, Angehörige und Fachpersonen eine Herausforderung.

Die Gesundheitliche Vorausplanung (GVP) ist eine wertvolle Möglichkeit, um über die eigenen Wertvorstellungen sowie Behandlungswünsche in medizinischen Fragen – insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Urteilsunfähigkeit – zu reflektieren und diese festzuhalten. Sie bestärkt die Selbstbestimmung der betroffenen Person, entlastet Angehörige und gibt Fachpersonen Handlungssicherheit.

Institutionen der ambulanten und stationären Langzeitpflege begleiten und pflegen mehrheitlich multimorbide Menschen. Aufgrund ihrer Fragilität hat die GVP eine besondere Bedeutung. Beim Vorgehen muss auch den geriatrischen Besonderheiten, insbesondere bei Gesprächen mit demenzerkrankten Menschen und ihrem Umfeld, Aufmerksamkeit geschenkt werden. Im Lehrgang «Beratungsperson Gesundheitliche Vorausplanung (GVP)» erwerben Sie vielseitige Fachkenntnisse, die für die Ausübung der Rolle als GVP-Beratungsperson entscheidend sind. Sie befassen sich mit folgenden Themenfeldern:

  • Inhaltliche und strukturelle Auseinandersetzung mit den GVP-Erfassungsdokumenten

  • Wertneutrale Gesprächsführung und person-zentrierte Haltung, Perspektive verschiedener Anspruchsgruppen, Ansätze der präventiven Kommunikation

  • Rolle der Angehörigen: Begleitung im Kontext der GVP, Personen mit Demenz und ihre Vertretungspersonen

  • Urteilsfähigkeit–Urteilsunfähigkeit: Ethische Grundlagen, plötzliche, länger andauernde und bleibende Urteilsunfähigkeit, Vorgehen bei Urteilsunfähigkeit, Beistandschaft

  • Umfassende Orientierung beim Vorsorgeauftrag, bei der Patientenverfügung (Gültigkeit und Widerrufsrecht), beim Erwachsenenschutzrecht und Patient*innenwille

  • Behandlungsplan und ÄNO

  • Reanimation: Facts and Numbers – Outcome Reanimation, Informationen zur Beatmung von geriatrischen Patient*innen

  • Medizinische Perspektive zur Urteilsunfähigkeit

  • Gestaltung der Zusammenarbeit mit den Hausärzt*innen

  • Umgang mit systemischen Widerständen und betrieblichen Grenzen

Zielgruppe

Dipl. Pflegefachpersonen, Pflegeexpert*innen und interessierte Fachpersonen in Kader- oder Stabsfunktion, die die Implementierung und Weiterentwicklung der GVP bewusst gestalten möchten.

Eckpunkte des Bildungsangebots

Dauer 5 Tage, zuzüglich 20 Stunden Selbststudium (Vorbereitungsaufträge) und 20 Stunden für die GVP-Gespräche, die die Teilnehmer*innen an ihrem Arbeitsort ausführen.
Preis Fr. 2000.–
Methoden Fach-Inputs, Einzel- und Gruppenreflexionen, Learning by Doing durch supervidierte Gesprächssimulationen, Fallanalysen, Bearbeiten von Praxissituationen

Neugierig geworden? Besuchen Sie uns an unserem Stand (Halle 3, Stand B10) und lassen Sie sich persönlich beraten. Oder entdecken Sie alle Informationen in der Kursausschreibung.

Ihre Kontaktperson

Beatrice Widmer

Beatrice Widmer

Programmleiterin Bildung und Demenzexpertin am SGZ Campus

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