Keynote

Umsetzung der Pflegeinitiative - wo stehen wir?

Es gibt einen grosse Fachkräftemangel in der Pflege. Dieser kann in naher Zukunft ausser Kontrolle geraten. Um dem entgegenzuwirken, werden vom SBK als Sofortmassnahmen konkrete Handlungsfelder und Forderungen an Bund, Kantone und Betriebe gestellt.

Umsetzungsvorschlag Bundesrat 
An seiner Sitzung vom 12. Januar 2022 hat der Bundesrat entschieden, die Initiative in zwei Etappen umzusetzen. Die Ausbildungsoffensive und die direkte Abrechnung von Leistungen durch Pflegende sollen rasch und ohne erneute Vernehmlassung wiederaufgenommen werden. Die Umsetzung nach anforderungsgerechten Arbeitsbedingungen und einer angemessenen Abgeltung benötigen dagegen «mehr Zeit». Der SBK als Initiant des erfolgreichen Volksbegehrens nimmt diese Etappierung mit Bedauern zur Kenntnis und fordert Sofortmassnahmen:


Lösungen für die Kantone und Gemeinden 
Unabhängig von den Umsetzungsentscheiden des Bundesrats, sind Kantone und Gemeinden, aber vor allem auch die Betriebe gefordert, Lösungen so rasch wie möglich umzusetzen. Die Situation in den Spitälern, Heimen und Spitexorganisationen kann sonst in naher Zukunft vollkommen ausser Kontrolle geraten und dann nützen z.B. die Investitionen in die Ausbildung nur noch wenig. Der Fachkräftemangel in der Pflege ist real.  


Der SBK ZH/GL/SH schlägt daher Verbesserungen in folgenden Bereichen für seine Kantone/Gemeinde vor und konkretisiert diese in einem Forderungskatalog:

  • Zeitgutschriften
  • Schichtarbeit
  • Planungssicherheit
  • Vereinbarkeit von Familien- und Berufsleben 
  • Selbständiges Abrechnen von Pflegeleistungen 
  • Nurse-to-Patient Ratio 
  • Wiedereinstiegskurse, Fort- und Weiterbildungen 
  • Ausbildungs- und Einstiegslöhne, Quereinstieg 
  • Sicherstellung personalrechtlicher Minimalstandards

Referent*innen (1)

Keti Widmer

Keti Widmer

Leiterin Bildung und Vizepräsidentin SBK ZH/GL/SH