Krankenhauslogistik automatisieren: Versorgungscampus und Kommissionierautomat für die Spitalapotheke
Automatisierung in der Krankenhauslogistik entlastet Personal und optimiert den Platzbedarf. Entdecken Sie am Beispiel des UK Graz und zentraler Versorgungscampus, wie intelligente Systeme die Patientensicherheit durch lückenlose Rückverfolgbarkeit erhöhen.
In modernen Spitälern müssen Logistikprozesse nahtlos ineinandergreifen, um eine optimale Patientenversorgung sicherzustellen. Intelligente Lösungen schaffen hier das Bindeglied zwischen den Disziplinen und bieten signifikanten Mehrwert für Personal und Patienten.
Der zentrale Versorgungscampus
Ein KNAPP-Versorgungscampus revolutioniert die tertiäre Versorgung (Verpflegung, Sterilgut, Medikation) durch Zentralisierung. Dies macht Prozesse schlanker und nutzt Synergien wie einen gemeinsamen Fuhrpark.
- Platzgewinn: Durch bedarfsgerechte Belieferung wird wertvolle Fläche im Spital frei.
- Rückverfolgbarkeit: Alle Schritte sind transparent dokumentiert, was die Patientensicherheit erhöht.
- Technologie: Das Herzstück bildet oft das OSR Shuttle™ Evo, ein automatisches Lagersystem, das unterschiedliche Temperaturbereiche abdeckt.

Automatisierung in der Spitalapotheke
In der Krankenhausapotheke am Universitätsklinikum Graz zeigt sich, wie ein High-Tech-Kommissionierautomat den Alltag verändert. Wo früher Mitarbeiter mit Papierlisten durch Regale liefen, übernimmt heute ein Roboter das Management von rund 90 % aller raumtemperaturgelagerten Medikamente.
Wichtige Kennzahlen und Vorteile:
- Kapazität: Lagerung von bis zu 60.000 Medikamentenpackungen auf engstem Raum.
- Leistung: Einlagerung von 1.500 Packungen/Stunde bei gleichzeitiger Erfassung von Chargen- und Verfallsdaten.
- Sicherheit: Redundante Robotersysteme garantieren maximale Verfügbarkeit (bis zu 2.250 Packungen/Stunde im Abruf).
- Personalentlastung: Wegfall manueller Inventuren durch tagesgenaue Daten und Reduktion von Spitzenzeiten.

Die Automatisierung ermöglicht es dem Fachpersonal, sich wieder stärker auf die pharmazeutische Beratung und die individuellen Bedürfnisse der Patienten zu konzentrieren.